Mittwoch, 29.04.2026

Universitätsklinikum Freiburg erhält Zertifizierung für Weichgewebssarkome

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Das Sarkomzentrum am Tumorzentrum Freiburg, CCCF des Universitätsklinikums Freiburg, ist seit März 2026 von der Deutschen Krebsgesellschaft als Zentrum für Weichgewebssarkome zertifiziert. Die Auszeichnung bestätigt, dass das Zentrum festgelegte Anforderungen an Diagnostik, Therapie und interdisziplinäre Zusammenarbeit erfüllt und Patientinnen und Patienten damit eine Versorgung nach definierten Qualitätsstandards angeboten wird.

Zertifizierung als Qualitätsnachweis

Die Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft gilt als Reifezeichen für spezialisierte Versorgungsstrukturen bei seltenen Tumorerkrankungen. Nach Angaben des Zentrums belegt sie die Einrichtung verlässlicher Prozesse für Diagnostik und Behandlung in kurzer Zeit. Prof. Dr. David Braig, Leiter des Sarkomzentrums und Leitender Oberarzt der Klinik für Plastische und Handchirurgie, wertet die Auszeichnung als Bestätigung der aufgebauten Strukturen. PD Dr. Sophia Chikhladze, Zentrumskoordinatorin und Geschäftsführende Oberärztin der Klinik für Allgemein und Viszeralchirurgie, betont, dass das Erreichen der Kriterien das Ergebnis der engen Zusammenarbeit vieler Fachbereiche sei.

Interdisziplinäre Betreuung als Kern

Weichgewebssarkome sind selten und in ihrer Behandlung komplex. Im Freiburger Sarkomzentrum werden alle Fälle im interdisziplinären Tumorboard besprochen. Ziel ist es, Therapieentscheidungen gemeinsam zu treffen und die Versorgung zu standardisieren. Die Zertifizierung soll die Messbarkeit und Nachvollziehbarkeit dieser Qualitätsanforderungen sichern und Patienten einen Zugang zu spezialisierten Leistungen gewährleisten.

Schwerpunkte und Behandlungsverfahren

Schwerpunkte des Zentrums liegen nach eigenen Angaben bei Weichgewebssarkomen der Arme und Beine sowie bei Tumoren im Bauchraum. In vielen Fällen sei durch die Kooperation von chirurgischen und strahlentherapeutischen Fachbereichen der Erhalt der betroffenen Extremität möglich, verbunden mit rekonstruktiven Eingriffen. Zur ergänzenden Behandlung steht unter anderem die intraoperative Bestrahlung zur Verfügung, die bei Tumoren in unmittelbarer Nähe zu sensiblen Strukturen wie Gefäßen oder Nerven eingesetzt werden kann.

Die Zertifizierung markiert für das Universitätsklinikum Freiburg einen Schritt zur weiteren Spezialisierung der Sarkomversorgung. Für Betroffene bedeutet sie laut Zentrum eine Behandlung in einem spezialisierten Netzwerk, das auf seltene Weichgewebstumoren ausgerichtet ist.

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