Dienstag, 10.02.2026

Zwanzig junge Anemonenfische im Aquarium auf dem Mundenhof nachgezüchtet

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Im Aquarium auf dem Mundenhof sind seit kurzem zwanzig junge Clownfische der Art Amphiprion ocellaris zu sehen. Der Nachwuchs stammt aus einer erfolgreichen Zucht des örtlichen Aquarienvereins. Der Verein hebt hervor, dass der Erfolg trotz begrenzter technischer Ausstattung erzielt wurde. Bereits im Vorjahr hatten die Züchter mit der Vermehrung von Piranhas und Kauderni Barschen Aufmerksamkeit erregt.

Von der Eiablage bis zum Jungfisch

Amphiprion ocellaris sind auffällig orange gefärbt und tragen zwei bis drei weiße Querstreifen. Die Tiere leben normalerweise in Gruppen und gehen eine enge Symbiose mit Seeanemonen ein. Das Weibchen legt rund 200 Eier am Fuß der Anemone ab und bewacht sie intensiv. Nach etwa acht Tagen schlüpfen die Larven. Sie treiben als nahezu transparente Planktonlarven mit der Strömung, bevor sie nach der Metamorphose ihre typische Färbung erhalten und sich zu Jungfischen entwickeln.

Die natürliche Sterblichkeit ist hoch. In der freien Natur schaffen nach Angaben der Züchter nur sehr wenige Exemplare den Weg zurück in eine Anemone. Als grober Richtwert gilt, dass von 200 gelegten Eiern selten mehr als zwei Tiere in eine Anemone zurückkehren.

Zucht im Aquarium: Futter, Timing und Schutz

Die Mitglieder des Aquarienvereins orientieren sich beim Zuchtverfahren an den natürlichen Abläufen, verzichten aber auf Strömung und auf natürliche Fressfeinde. Das Weibchen nutzte in der Anlage eine Blasenanemone zur Ablage der Eier. Wesentlich für das Überleben der Larven war die sofortige und passende Futtergabe. Die Züchter züchten dafür Rädertierchen, deren Größe und Verfügbarkeit zeitlich genau abgestimmt sein müssen, damit die frisch geschlüpften Larven ausreichend Nahrung finden.

Nach der Metamorphose hatten die Jungfische zunächst nur die Größe der Ziffer 1 auf einer 1 Cent Münze. Drei Wochen später sind die zwanzig Tiere deutlich gewachsen und liegen inzwischen über der Größe der Ziffer 2 auf einer 2 Euro Münze.

Ausstellung und Bildungsauftrag

Die Jungfische sind in einem Salzwasserbecken des Aquariums zu sehen. Besucherinnen und Besucher, die bemerken, dass sich die Tiere eng zusammenknäueln, sehen damit ein natürliches Verhalten: Durch solche Gruppenbildung versuchen die Fische, Fressfeinde zu verwirren.

Als Motivation für das Zuchtprojekt nennen die Betreiber wiederholt Fragen von Kindern nach bestimmten Arten. Auf dem Mundenhof sind nun sowohl die nachgezüchteten Clownfische als auch bereits zuvor vermehrte Piranhas zu sehen. Der Verein betont, dass die Arbeit unter möglichst naturnahen und zugleich schützend kontrollierten Bedingungen stattfand.

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