Donnerstag, 15.01.2026

Debatten zur Entstehung von Kunst im Colombischlössle

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Das Archäologische Museum Colombischlössle und die Katholische Akademie Freiburg laden im Zusammenhang mit der Ausstellung „Urformen. Eiszeitkunst Europas“ zu einer zweiteiligen Veranstaltungsreihe ein. An zwei Abenden sollen wissenschaftliche Perspektiven und künstlerische Fragen zur Entstehung menschlicher Ausdrucksformen zur Diskussion gestellt werden. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Plätze sind begrenzt.

Termine und Themenschwerpunkte

Am Mittwoch, dem 21. Januar, spricht Miriam N. Haidle von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften von 19 bis 20 Uhr. Ihr Vortrag trägt den Titel „Die Kunst der Aufmerksamkeit“. Haidle wird demnach frühe Entwicklungen des menschlichen Verhaltens in den Blick nehmen: Über einen Zeitraum von rund zwei Millionen Jahren hätten Menschen Werkzeuge und Techniken genutzt, um Aufmerksamkeit zu lenken, Wissen zu teilen und gemeinsames Lernen zu ermöglichen. Vor etwa 100 000 Jahren habe sich das bewusste Hinterlassen von Spuren begonnen. Vor diesem Hintergrund stellt sie die Frage, ob solche Praktiken die Grundlage späterer künstlerischer Formen bilden.

Die zweite Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 4. Februar, von 19 bis 20.30 Uhr statt. Unter dem Titel „(Er)Findung der Kunst?“ diskutieren der Bildhauer Tobias Eder, die Anthropologin Marion Mangelsdorf und die Urgeschichtlerin Sybille Wolf über menschliche Ausdrucksformen seit der Urgeschichte. Im Zentrum stehen Objekte, die über reine Funktionalität hinausgehen, etwa Figuren, Symbole und Malereien, und die Fragen nach Bedeutung, Ästhetik und Funktion aufwerfen. Die Diskussion wird von Stefan Orth, Chefredakteur der Herder Korrespondenz, moderiert.

Veranstaltungsort und Hinweise zur Teilnahme

Beide Veranstaltungen finden im Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, statt. Der Einlass beginnt jeweils um 18.30 Uhr. Die Reihe wird in Kooperation mit der Katholischen Akademie Freiburg angeboten und steht in direktem Bezug zur Ausstellung „Urformen. Eiszeitkunst Europas“. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Zahl der Plätze ist begrenzt, Besucherinnen und Besucher sollten daher rechtzeitig erscheinen.

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