Das Universitätsklinikum Freiburg lädt am 15. Januar 2026 um 19 Uhr zu einer Informationsveranstaltung über die oligoantigene Diät bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS oder Autismus ein. Veranstaltungsort ist der Hörsaal Karlstraße 62 in Freiburg. Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes und Jugendalter stellt Therapieansätze sowie den Ablauf einer laufenden klinischen Studie vor und sucht weiterhin Probandinnen und Probanden.
Einladung und organisatorischer Rahmen
Verantwortlich für die Veranstaltung ist die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes und Jugendalter des Universitätsklinikums Freiburg. Teilnehmende Familien erhalten Informationen über die wissenschaftliche Einordnung der Diät, den Studienablauf und die Voraussetzungen für eine fachlich begleitete Durchführung. Die Klinik weist darauf hin, dass die Diät auch unabhängig von der Studie möglich ist, jedoch in jedem Fall unter ernährungsmedizinischer und ärztlicher Aufsicht erfolgen sollte.
Ernährungsansatz und bisherige Befunde
Die oligoantigene Diät ist eine zeitlich begrenzte Weglassdiät, mit der geprüft werden soll, ob einzelne Nahrungsmittel ADHS Symptome auslösen oder verstärken. Nach Angaben von Prof. Dr. Christian Fleischhaker, kommissarischer Ärztlicher Direktor der genannten Klinik, handelt es sich um einen gut untersuchten Ansatz. In früheren Studien am Uniklinikum berichteten etwa 60 Prozent der teilnehmenden Patientinnen und Patienten von einer Besserung der ADHS Symptome. Zudem könne die Diät bei Kindern mit Autismus Auffälligkeiten reduzieren.
Studie: Ziele, Ablauf und Teilnahmebedingungen
In der vorgestellten Studie wird untersucht, ob sich die oligoantigene Diät bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS und oder Autismus auf Verhaltenssymptome, die Mundgesundheit sowie auf bestimmte biologische Marker im Blut und Speichel auswirkt. Teilnehmen können Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 18 Jahren mit einer gesicherten Diagnose von ADHS oder Autismus und mit Besuch mindestens der zweiten Klasse einer allgemeinbildenden Schule.
Die Klinik weist darauf hin, dass auf die teilnehmenden Familien Kosten zukommen können, weil die Intervention derzeit als individuelle Gesundheitsleistung abgerechnet wird. Interessierte Familien können sich auf der Veranstaltung über die Voraussetzungen für eine fachlich begleitete Durchführung informieren und Fragen zum Studienablauf stellen.
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